der Bogen im Spielfilm

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Obwohl der Umgang mit Pfeil und Bogen in der heutigen Zeit (leider) nicht mehr zum Grundwissen jedes Mitmenschen gehört, ist der Einsatz des Bogens als Kriegs- oder Jagdwaffe im Kino erstaunlich präsent. 

Dieser Beitrag soll sich weniger mit den cineastischen, als den Aspekten des Bogenschiessens im Film befassen.

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Am Anfang war das Feuer

Dieser Film erzählt eindrücklich von den schwierigen Lebensverhältnissen unserer Urahnen in der Steinzeit. Der Verlust des lebensspendenden Feuers und die Unkenntnis dieses, selbst neu zu entfachen, zwingt die Bewohner einer Urmenschensippe (Neandertaler?) zu einer gefährlichen Reise um Feuer zu suchen. Durch die Begegnung mit einer höher entwickelten Sippe (Homo Sapiens?) lernen sie, nebst dem Entzünden von Feuer, verschiedene neue Techniken. Dazu gehört auch der Umgang mit dem Atlatel (Speerschleuder), was den Helden schliesslich den entscheidenden strategischen Vorteil gegen ihre Widersacher bringt.

Nun wird sich der Leser vielleicht fragen, warum dieser Film hier besprochen wird, obwohl er nichts mit Bogenschiessen zu tun hat; hat er doch, die Speerschleuder stand vor der Erfindung des Bogens.

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King Arthur

Die Saga über den britischen Nationalhelden reicht zurück bis späte 5. Jahrhundert, wo Arthur erstmals in einem walisischen Gedicht erwähnt wird.
Mag sein, dass es die Produzenten mit den chronologischen und historischen Hintergründen , der Sage um König Artus und seiner Getreuen Ritter der Tafelrunde, nicht sehr genau genommen haben (mit dem Ansatz im 7. Jahrhundert nach Christus, liegen sie mindestens 100 Jahre hinter den historischen Fakten). Sicher ist jedoch, dass Jerry Bruckheimers Vision der Legende, von packenden und aufwändigen Schlachtszenen in der (Wetter-) Kulisse der britischen Insel lebt.
Zur Geschichte: Die Sachsen bedrohen das römisch besetzte Britannien. Arthur und seine Ritter, die als Kinder von den Römern, in den Steppen der Saramanten rekrutiert wurden, müssen bevor sie nach Ablauf ihrer fünfzehnjährigen Dienstzeit entlassen werden, den Neffen des Papstes vor den anrückenden Sachsenhorden in Sicherheit bringen.
Bogensicht: Wenn auch nicht historisch korrekt, bietet uns der Film einige schön gestaltete Szenen mit Bogeneinsatz. So z.B. nach 75 Minuten, die Ritter bieten den nachfolgenden Sachsen an einem gefrorenen See, die Stirn bieten. Dabei gehört wohl der Schuss mit mehreren Pfeilen, ebenso ins reich der Fantasie, wie der Weitschuss auf den in einer Baumkrone sitzenden Verräter, zu Beginn der letzten Schlacht.
Während die Sachsen Langbogen und Armbruste einsetzen, schießt die keltisch/britisch stämmige Guinevere erstaunlicherweise einen Recurvebogen. Der wohl eher den saramantisches Reitervölkern und damit den Rittern um Arthur zu zuordnen währe. Optisch beeindruckend sind in der letzten Schlacht, die Garben von Pfeilen (zeitweise Brandpfeile) welche die Schützenreihen der Pikten (keltisch/britische Verteidiger) auf die Köpfe der angreifenden Sachsen regnen lassen.
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The Weather Man

David Spritz (Nicolas Cage) arbeitet als TV-Wetterfrosch in Chicago. Im Job läuft alles bestens, wenn er nicht gerade auf der Strasse von Zuschauern erkannt und mit Softdrinks beschmissen wird. Umso problematischer gestaltet sich Davids Privatleben, getrennt von seiner Frau, versucht er verzweifelt den Kontakt zu seiner Tochter nicht zu verlieren und seine Ehe zu retten. 
Bogensicht: Trotz des verlockenden Coverbildes gibt es im Film höchstens drei Szenen die sich mit dem Bogenschiessen befassen. Zum Anschauungsunterricht lohnt sich dieser Film also definitiv nicht. Viel interessanter finde ich den Aspekt, dass die Hauptfigur den Weg des Bogenschiessens wählt, zum einen als Vater und Tochter verbindende Tätigkeit und andererseits um Abstand zum verworrenen Alltag zu gewinnen.

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Herr der Ringe

In dem mit vier Oscars ausgezeichneten, Tolkien Abenteuer geht es um den ewigen Kampf Gut gegen Böse, um Freundschaft und bedingungslose Treue. Besonders Legolas zeigt im Kino einige eindrückliche Bogenschüsse.
In "Traditionell Bogenschiessen" Nr.24 erschien eine ausführliche Betrachtung von Friedhelm Schneidewind unter dem Titel "Der Bogen in der Tolkienwelt"

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Blade Trinity

Ich habe gestern im Flugzeug Blade Trinity geschaut. Und staunte nicht schlecht als die wunderschöne Jessica Biel plötzlich einen Compound Bogen aus ihren Hüften zaubert. Ihr Bogen hängt zusammengeklappt an ihrem Gurt. Was aus meiner Sicht völlig unrealistisch ist wenn man bedenkt unter welcher Spannung Compound Bögen stehen. Sie nimmt das Teil von ihrem Gurt und dieser klappt sich voll automatisch aus...!
Aber das interessante ist ihre Schiesstechnik. Wie du auf den Bildern erkennst, benutzt sie einen Compound mit Pin-Visierung und Peep. Allerdings schiesst sie ohne Release. Habe das heute ausprobiert. Die Pfeile waren alle viel zu tief. Und bei 65 Pfund spürt man relativ schnell die Finger. Aber ich glaube man könnte sich daran gewöhnen. Allerdings wird wohl die Präzision etwas nachlassen aber die die Kadenz hingegen wird erhöht. Den ganze technischen Ablauf des Schiessens würde ich als Anfänger als sehr gekonnt und trainiert bezeichnen.
m.f.G. Manuel Hurlebaus

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